Upcycling-Malschürzen – von der Idee zum fertigen Produkt

Malschürze  von cwirbelwind aus altem Herrenhemd
Prototyp einer cwirbelwind-Malschürze

Manchmal, wenn wir Ideen für ein neues Produkt haben, geht alles ganz schnell. Die Ideen sprudeln, wir haben in kürzester Zeit einen Prototypen, und weil wir so begeistert sind, steht das fertige Produkt schon bald darauf zum Verkauf bereit. Aber nicht immer ist der Weg von der Idee zum fertigen Produkt so kurz. Manche Ideen gären erst lange, bevor sie in die Tat umgesetzt werden. Und es kommt auch vor, dass wir lange daran feilen müssen, bis wir uns bereit fühlen, euch das Produkt anzubieten.

So geht es uns mit den Malschürzen. Die Idee, aus alten Herrenhemden Malschürzen anzufertigen, war schnell geboren. Und es war auch bald klar, wie die Schürzen aussehen sollten: Wir wollten vorne eine grosse Bauchtasche aus «cwirbelwind-Stoff» mit Platz für Malutensilien anbringen.

Details sind schwierig

Also organisierten wir ein paar alte Herrenhemden und nähten drauflos. Die Details allerdings erwiesen sich als tricky. Auf welcher Höhe soll die Tasche platziert werden, um wirklich praktisch für Kinder zu sein? Wie gestalten wir den Ausschnitt und die Armabschlüsse? Und vor allem: Wie lang sollen die Ärmel sein? Eher lang, damit das Kind die Schürze auch eine Weile lang tragen kann? Oder ist es mühsam, wenn das Kind zunächst fast «schwimmt» in der Schürze? Wir liessen verschieden grosse Kindergartenkinder unsere Prototypen anprobieren und waren immer noch unsicher.

Wie bei all unseren Produkten stehen wir zudem in der Spannung, dass wir euch ein möglichst hochwertiges und praktisches, alltagstaugliches Produkt anbieten wollen, welches aber zugleich in der Produktion nicht zu kompliziert und aufwändig ausfallen darf, damit wir es euch zu einem vernünftigen Preis anbieten können.

Bald sind die Schürzen soweit

Aus Zeitgründen blieben die Prototypen in den letzten Monaten im Regal liegen. Nun allerdings wollen wir unseren Schürzen den letzten Schliff geben. Denn eigentlich sind wir davon begeistert. Sie sehen nicht nur erheblich hübscher aus als Plastikschürzen, sie sind auch angenehmer zu tragen, da man viel weniger schwitzt in ihnen. Und nachhaltiger sind sie erst noch, da wir für sie ausgetragene Herrenhemden verwenden.

Falls ihr also in nächster Zeit Hemden ausmistet – bitte nicht wegwerfen. Wir verwenden sie gerne weiter!

Wir informieren euch natürlich auf Facebook und Instagram sofort, wenn die Malschürzen dann soweit sind und im Shop angeboten werden. Und wenn ihr bereits jetzt gerne eine Schürze hättet – meldet euch bei uns! Vielleicht habt ihr ja auch grade noch einen Vorschlag, welche Ärmellänge ihr persönlich am sinnvollsten findet 😉

Nachhaltigkeit bei cwirbelwind

Alle cwirbelwind-Produkte werden von Hand in der Schweiz hergestellt

Wer unseren Blog liest oder uns auf Instagram folgt, der hat es sicher schon mitbekommen: Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt uns, innerhalb wie ausserhalb unseres Ateliers.

Im letzten Jahr sind mehrere nachhaltige Produkte zu unserem Sortiment dazugestossen. In vielerlei Hinsicht sind allerdings all unsere Produkte nachhaltig:

Faire Produktion

Unsere Täschli und auch sämtliche anderen Produkte werden von A bis Z in unserem Atelier in Wiesendangen ZH von Hand hergestellt. Unsere Mitarbeiterinnen werden fair entlohnt und sind bewusst nicht nur saisonal angestellt (auch wenn das Arbeitspensum naturgemäss schwankt).

Massenproduktion gibt es bei uns nicht – wir halten unser Lager klein und fertigen nur an, was auch gekauft wird, so dass wir keine fertigen Produkte entsorgen. Auch mit Materialresten gehen wir sorgfältig um. Sie werden gesammelt und immer mal wieder Kindern zum Basteln zur Verfügung gestellt.

Die verwendeten Materialien werden allesamt in Europa hergestellt. Die Bänder werden in der Schweiz gewoben, die Klettverschlüsse, Schnallen und das Blachenmaterial beziehen wir von Schweizer Firmen.

Wermutstropfen aus Sicht der Nachhaltigkeit sind die Blachenstoffe aus Plastik.

Langlebig

Weil das Material so robust ist, und weil wir all unsere Produkte mit grösster Sorgfalt nähen, sind unsere Produkte ausgesprochen langlebig. Wir staunen immer wieder über Chindsgitäschli, die nach zwei Jahren Gebrauch zwar nicht mehr aussehen wie neu, aber noch bestens in Schuss sind. Deswegen bieten wir seit diesem Jahr die Möglichkeit, uns ausrangierte Täschli gegen ein kleines Entgeld zurückzugeben. Wir machen sie wieder fit und verkaufen sie für wenig Geld weiter. So erhalten die Täschli ein zweites Leben statt im Müll zu landen – und wir ermöglichen auch Kunden mit weniger gut gefülltem Portemonnaie ein cwirbelwind-Täschli.

Upcycling-Taschen

Dieses Jahr haben wir eine brandneue, nachhaltige Kollektion vorgestellt: Die Upcycling-Taschen, angefertigt aus ausgedienten Handtaschen. Wir lieben diese speziellen Taschen mit einem ganz eigenen Charme.

Znüni-Täschli

Unser neuestes Produkt für mehr Nachhaltigkeit sind Znüni-Säckli. Dank diesen praktischen Säcklis kann im Kindergartenalltag (und auch ausserhalb des Kindergartens überall, wo Kinder unterwegs sind) auf Plastiksäckli und Klarsichtfolie verzichtet werden.

Bald neu im Angebot: Upcycling-Malschürzen

Zur Zeit feilen wir an unserem neuen Upcycling-Produkt: Malschürzen aus alten Herrenhemden. Ein weiteres Produkt, mit welchem wir dazu beitragen wollen, Altes nicht einfach wegzuwerfen, sondern wieder zu verwerten. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Die 6R-Regeln für verantwortungsvollen Konsum

Die 6R – Regeln

Einen nachhaltigeren Lebensstil zu pflegen, muss nicht kompliziert sein. Wo man ansetzen möchte, ist jedem selbst überlassen – es gibt viele verschiedene Möglichkeiten für kleine grüne Schritte. Eine gute Möglichkeit ist es, das eigene Konsumverhalten zu überdenken. Dabei helfen die «6R-Regeln»:

Rethink (Überdenken)

Bevor du etwas neu kaufst, überleg dir: Brauche ich das wirklich? Ist die Qualität gut? Und wie oft werde ich es benutzen? Bei einem Kleidungsstück stellt sich beispielsweise die Frage, mit wie vielen anderen Kleidungsstücken es kombiniert werden kann.

Natürlich sollst du nicht nur noch lebensnotwendige Dinge kaufen. Aber der fünfte graue Schal (meine persönliche Baustelle!) oder die vierte mittelgrosse Vase ist vielleicht tatsächlich unnötig. Generell ist es auf jeden Fall sinnvoll, weniger zu konsumieren und dafür in gute Qualität und fair und ökologisch hergestellte Konsumgüter zu investieren.

Refuse (Verweigern)

Weigere dich, stets alles neu zu kaufen. Vieles lässt sich auch ausleihen, teilen oder tauschen. Entsprechende Möglichkeiten stellen wir dir ein andermal vor. Gerade Baby- und Kinderprodukte werden oft ja nur ganz kurz benötigt, da macht es wenig Sinn, diese immer neu zu kaufen.

Verweigere ausserdem Gratis-Produkte wie Proben, die du gar nicht benötigst, Kataloge etc. Vielleicht kommst du auch zum Schluss, dass du auf bestimmte Produktkategorien wie unnötig in Plastik verpackte Produkte, Fast Fashion-Kleidung oder Kosmetika mit Mikroplastik möglichst ganz verzichten möchtest.

Reduce (Reduzieren)

Reduziere deinen ökologischen Fussabdruck. Achte beim Kauf darauf, dass bei der Herstellung eines Produktes möglichst wenig Ressourcen verbraucht wurden. Kaufe fair hergestellte Produkte.

Re-Use (Wiederverwenden)

Benutze das, was du hast, so lange wie möglich und kaufe auch mal Second Hand-Kleidung oder Occasions-Gegenstände. Versuche, Abfall zu reduzieren, indem du möglichst keine Einweg-Artikel (Wegwerfgeschirr, To-Go-Kaffebecher etc) verwendest.

Repair (Reparieren)

Trage Sorge zu dem, was du besitzt, damit du es lange benutzen kannst. Repariere Defektes (beziehungsweise lass es reparieren), flicke kaputte Kleidung. Gerade Kinderkleidung muss ja nicht perfekt geflickt werden – was nicht mehr so toll aussieht, wird halt zum Toben und draussen spielen angezogen. Wir planen, dir immer mal wieder in kurzen Tutorials zu zeigen, wie du Kleidung flicken kannst. Ein erstes Beispiel findest du bereits hier.

Recycle (recyceln)

Manchmal können defekte Dinge auch auf andere Art und Weise weiterverwendet werden (Stichwort Upcycling). Ansonsten achte bei der Entsorgung darauf, dass du deinen Abfall sauber trennst und alles fachgerecht entsorgst.

Quellen:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, klik-klima konzept 2030
KonsUmwelt

Kurz-Tutorial: Chindsgi-Bändel flicken

Beginnt das Gummiband erst mal zu lösen, sieht es leider ziemlich bald SO aus

Ausgeleierte Gummibänder am Chindsgi-Bändel sind ein Ärgernis. Ignorieren funktioniert da leider nur kurzfristig – früher oder später kommt man ums Flicken nicht herum. Zum Glück geht das ganz fix und ist auch für Näh-Anfänger keine grosse Sache. Wir zeigen euch hier, wies geht.

Nachhaltigkeit: 5 Tipps um Plastikabfall zu vermeiden

Alternativen zu Plastik sind nicht schwer zu finden

Nachhaltiger leben – ja gerne! Aber wo anfangen? Die Vermeidung von Plastikmüll ist eine gute Möglichkeit, um einen nachhaltigeren Lebensstil zu pflegen. Schon kleine Schritte, die ohne grossen Aufwand realisierbar sind, bewirken viel!

1. Plastiksäcke vermeiden

Bei Obst- und Gemüsekäufen mitgebrachte Stofftüten verwenden. Diese gibt es inzwischen ja auch bei Coop und Migros zu kaufen. Ich deponiere diese nach Gebrauch jeweils direkt wieder in den Einkaufstaschen, damit ich sie beim nächsten Einkauf dabeihabe. Auch in meiner Handtasche und im Rucksack habe ich eine Tüte deponiert, so bin ich auch für Spontankäufe gerüstet. Zudem versuche ich, immer Einkaufstaschen dabei zu haben. Im Auto sind stets welche im Kofferraum deponiert, für die Handtasche habe ich eine dieser ganz klein zusammenfaltbaren Taschen.

2. Beim Einkauf auf Verpackungsmüll achten

Obst und Gemüse möglichst nicht in Plastik verpackt, sondern offen kaufen. Auch andere Lebensmittel gibt es oft in unterschiedlichen Varianten, hier kann man auf die Verpackung achten. Getränke, Öl und Essig beispielsweise gibt es meist sowohl in Plastik- als auch in Glasflaschen.

3. Keine Klarsichtfolie

Hier leisten verschieden grosse Dosen gute Dienste. Schüsseln im Kühlschrank können auch einfach mit Tellern abgedeckt werden. Und ein toller Klarsichtfolien-Ersatz für unterwegs sind Bienenwachstücher (gibts zB hier [unbezahlte Werbung]).

4. Auf feste Seife umsteigen

Wer beim Händewaschen von flüssiger auf feste Seife umsteigt, spart eine Menge Verpackungsmüll – und das ganz ohne Aufwand. Gute Seifen gibt es in grösseren Drogerien, aber auch in vielen Onlineshops. Wer mag, kann auch für Duschen und Haarwäsche auf Seife umsteigen – dazu werden wir bei Gelegenheit ausführlicher berichten.

5. Kein Wasser aus PET-Flaschen

Unser Hahnenwasser ist qualitativ so hochwertig, dass abgefülltes Wasser unnötig ist. Für unterwegs gibt es inzwischen viele tolle Glas- oder Edelstahlflaschen im Handel. Und wer gerne Kohlensäure mag, kann sich mit einem Wassersprudler in Sekundenschnelle sein Wasser zubereiten – ist erst noch billiger und erspart einem Wasserschleppen und Entsorgungsaufwand.

Als Familie nachhaltig leben

Kleine Schritte in Richtung Nachhaltigkeit

In den letzten Jahren ist das Thema Nachhaltigkeit salonfähig geworden. „Zero Waste“, Plastikvermeidung, bewusster Konsum – viele Menschen suchen Wege, die Umwelt zu schonen. Möglichkeiten gibt es viele – doch wo anfangen?

Als Journalistin bin ich es gewohnt, mich zu Themen, die mich interessieren, umfassend zu informieren. So tauchte ich die letzten Jahre je länger je mehr in die Thematik „Nachhaltigkeit“ ein. Gerade als Mutter wünsche ich mir, der Umwelt Sorge zu tragen – schliesslich möchte ich unseren Kindern den Planeten auf dem wir leben in vernünftigem Zustand überlassen.

Was ist tatsächlich nachhaltig?

Doch womit schont man die Umwelt tatsächlich? Nicht immer ist das so einfach herauszufinden. Zum Beispiel die an und für sich so ökologischen Elektroautos. Sie stehen in der Kritik, weil die Herstellung ihrer Batterien unglaublich viele Ressourcen vernichtet. Tomaten aus dem nahen Ausland haben unter Umständen eine bessere Ökobilanz als Schweizer Tomaten aus dem Gewächshaus. Und die Lagerung von Schweizer Äpfeln in Kühllagern ist wohl alles andere als umweltfreundlich – dabei war ich mir doch so sicher, mit dem Kauf von Schweizer (Bio-)Produkten nicht viel falsch machen zu können.

Umweltschutz ist zeitaufwändig

Hinzu kommt der Zeitfaktor. Sehr oft sind die nachhaltigen Alternativen erheblich zeitaufwändiger. Wähenteig selber machen, um Palmöl zu vermeiden? Lebensmitteln nach Möglichkeit nur noch auf dem Markt oder im Unverpackt-Laden kaufen? Auf ein Auto verzichten? Alles in der Theorie einfache Mittel, um nachhaltiger zu leben. Aber auch alles sehr zeitaufwändig. Wenn ich all die Dinge umsetzen würde, dir mir so im Kopf herumschwirren, dann würde ich meine gesamte Energie und Zeit in Nachhaltigkeit investieren – und es würde nichts mehr für meine Familie übrig bleiben.

Das scheint mir nicht der richtige Weg zu sein. Es ist mir wichtig, der Umwelt Sorge zu tragen, und ich möchte diese Haltung auch meinen Töchtern vermitteln. Aber noch wichtiger ist mir, meiner Familie Sorge zu tragen, für sie da sein zu können und ihnen Priorität in meinem Herzen und in meinen Gedanken einzuräumen. Zu meiner Familie gehöre nebenbei bemerkt auch ich selber – auch ich bin wichtig!

Danach sind mir auch meine Mitmenschen wichtig. Auch für sie möchte ich ein offenes Ohr haben können, ich möchte genug Energie haben, um auch für sie da sein zu können wenn sie mich brauchen. Mir scheint, vor lauter Umwelt verlieren wir hin und wieder die Menschen etwas aus dem Blick. Im Moment engagieren sich viele Menschen für Ökologie und Nachhaltigkeit – gehen daneben Themen wie Kriege oder soziale Ungerechtigkeiten nicht fast etwas unter?

Kleine Schritte

Ich versuche also, einen Weg zu finden, wie ich kleine Schritte in Richtung Nachhaltigkeit unternehmen kann. Ich möchte mit Schritten anfangen, die ich relativ leicht in unser Leben integrieren kann. Von denen gibt es viele – und sie müssen nicht alle zugleich umgesetzt werden. Hauptsache, ich fange irgendwo an.

In der Rubrik Nachhaltigkeit informiere ich euch immer wieder über solche möglichen kleinen Schritte.