Neu bei cwirbelwind: Globi-Täschli

3 Globi-Täschli in rot, pink und grün
Ab sofort gibt es bei cwirbelwind das Globi-Täschli in drei verschiedenen Farben

Ab sofort gehört Globi auch ein bisschen zur cwirbelwind-Familie! Wir bieten ein Kindergartentäschli mit Globi-Motiv an, erhältlich in drei verschiedenen Farben.

Es ist das erste Mal überhaupt, dass wir ein Lizenz-Produkt in unser Sortiment aufnehmen. Die Zusammenarbeit mit dem Globi-Verlag entstand auf Initiative einer Kundin hin… Sie wünschte sich ein cwirbelwind-Globi-Täschli. Ein Wunsch, den wir ihr nicht erfüllen konnten, da wir nicht über die Lizenzrechte verfügten. Da die Kundin aber so begeistert war von der Idee eines Globi-Täschlis, wandte sie sich direkt an den Globi-Verlag.

Wir freuen uns sehr über die so entstandene Zusammenarbeit. Globi gehört schliesslich fast schon zum Schweizer Kulturgut, und auch die Kinder von uns cwirbelwind-Mitarbeiterinnen liebten und lieben Globi!

Herzlich willkommen also in der cwirbelwelt, lieber Globi!

Die Globi-Täschli findet ihr hier (unter „Verschiedenes“)

Täschlitag – Immer wieder ein Highlight für Caterina

Caterina in der cwirbelwelt

Mittwoch-Nachmittag bedeutet bei cwirbelwind: Täschlitag. Ein besonderes Erlebnis für Vorschulkinder, die ihre Kindergartentasche direkt im Atelier aussuchen. cwirbelwind-Chefin Caterina berichtet.

Es ist Mittwoch-Nachmittag und „Täschlitag“ in der cwirbelwelt. Dilzar, unsere Schülerin vom LIFT-Projekt hat alles vorbereitet und das Atelier riecht nach Popcorn. 

Das Glücksrad mit den Preisen steht parat, der Königsstuhl, auf dem wir kleine Fotos mit den Kindern und ihren ausgewählten Taschen machen, ist in Szene gesetzt, Snacks und Getränke stehen bereit und klar, die Maschinen laufen auf Hochtouren, damit die Kinder zuschauen können, wie eine Tasche entsteht. Es ist alles da für einen Erlebnisbesuch der besonderen Art.

Ach ja, das habe ich fast vergessen: es hat gaaaaanz viele Taschen in der cwirbelwelt, so dass man so richtig eintauchen kann.

Wer kommt uns wohl besuchen?

Wie freue ich mich, wenn unsere Klingel läutet, ich gespannt zur Türe schaue, die Schritte auf der hölzernen Treppe höre und ich dann sehe, wer den Weg in die cwirbelwelt gefunden hat (das ist nämlich nicht so ganz einfach, weil der Eingang versteckt ist und wir auch sonst für viele nicht so ganz am Weg liegen). Sind es Mami oder Papi, die Grossmutter oder einer der Paten, die mit dem Kind eine Kindergartentasche aussuchen kommen? Spannend für mich, die lustigen Kombinationen, die zu uns kommen.

Wie herzig sind schon am Anfang die erwartungsvollen Augen der Kinder und ihre staunenden Blicke, wenn sie die cwirbelwelt vor sich haben. Sooo viele Taschen und so viele Farben und so ein Reichtum an Emotionen. Auch die Augen der Erwachsenen beginnen zu leuchten.

Ein volles Atelier

Uff, es kann sein, dass alle Menschen auf einmal kommen und es ein grosses Gewusel gibt und die cwirbelwelt plötzlich voller Kinder und Erwachsener ist. Da muss sich dann jeder einen Weg suchen, zuerst Kaffee und Sirup trinken, den Näherinnen über die Schulter schauen und warten, bis ich den Namen des Kindes sage (bei vielen Leuten geht es nämlich der Reihe nach) und ich mir Zeit für jedes einzelne Kind nehmen kann. Das ist mir wichtig, damit ich das Kind spüren, ihm meine Aufmerksamkeit schenken kann und damit ich auch beim Aussuchen unterstützen kann. Das ist, wenn man ohne Vorstellung der Wunschtasche kommt, nicht immer einfach, weil es einfach viele Taschen gibt, auch Unikate, die gar nicht auf der Webpage sind.

Nach dem Ausschlussverfahren geht es dann aber immer gut und auch «a zelle bölle schelle» ist schon zum Zug gekommen.

Es kann aber auch sein, dass man die ganze cwirbelwelt und mich als „Obercwirbelfrau“ und Beraterin ganz für sich alleine hat.

Die Menschen in die cwirbelwelt hineinnehmen

Ich liebe die Gespräche mit den Kindern und mit den Erwachsenen. Gespräche über dies und das und ich beantworte gerne Fragen über cwirbelwind, denn ja, es ist eine spannende Geschichte.

Ich liebe es, die Menschen in meine Welt hinein zu nehmen, Ihnen die Produktion zu zeigen, die Abläufe zu erklären und die Mitarbeiterinnen vor zu stellen.

Am Schluss, wenn dann klar ist, welches Täschchen oder welcher Rucksack mit in den Kindergarten darf, machen wir ein Föteli mit der Kindergartentasche auf dem Königsstuhl, welches wir dann unter einem Sichtfenster einnähen. So wird es noch besonderer. «Jetzt muesch aber lache, das isch nachher i dim Täschli ine».

Klar, wir fotografieren nur die Kinder, die gerne möchten, denn es wollen nicht alle schon wieder fotografiert werden. Handytrauma, vielleicht?

Danke für eure Besuche!

Danke euch allen, die ihr den Weg nach Wiesendangen sucht, euer Lächeln und das Lächeln der Kinder hier lasst und uns Wertschätzung unserer Arbeit gegenüber entgegenbringt. Das macht mich glücklich.

«Gäll Mami, das isch en schöne Ladä. Da gönnd mer wieder emal hi.»

Alle Infos zum Täschlitag findet ihr auf unserer Website.

Alexandra: „Ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit!“

Wer näht eigentlich all die tollen Kindergartentaschen, Rucksäcke und so weiter? In den nächsten Wochen stellen wir hier alle cwirbelwind-Mitarbeiterinnen vor. Heute im Fokus: Alexandra, die Allrounderin bei cwirbelwind und Stellvertreterin von cwirbelwind-Chefin Caterina.

Wie bist du zu cwirbelwind gekommen?

Vor ziemlich genau 10 Jahren habe ich einen Artikel über cwirbelwind gelesen. Darin erwähnte Caterina, dass sie an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt sei. Ich bin gelernte Schneiderin und war auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Also habe ich mich blind beworben – und Caterina war noch so froh…

Was magst du besonders an der Arbeit bei cwirbelwind?

Also das Wichtigste zuerst: Ich freue mich wirklich seit 10 Jahren jeden Morgen, zur Arbeit zu kommen! Das Team ist toll – obwohl wir ein reines Frauenteam sind, gibt es bei uns keine Zickereien. Dafür sorgt Caterina mit ihrer guten Gesprächskultur. Wir reden offen und ehrlich miteinander, so dass Konflikte nicht lange vor sich hin schwelen.

Ich liebe die Vielseitigkeit meiner Aufgaben. Ich bin ja auch Stellvertreterin von Caterina, mache neben dem Nähen also auch viele Büroarbeiten. Das mag ich total.

Du machst auch sehr oft Shownähen…

…oh ja, das ist mit Sicherheit eine meiner Lieblingsaufgaben. Ich finde es so spannend, wie unterschiedlich die Kinder sind, die herkommen. Manche sind ganz hibbelig und von Anfang an mit Feuereifer bei der Sache. Andere sind schüchtern, finden das Nähen aber trotzdem sehr spannend und tauen auch mit der Zeit etwas auf und machen gerne mit. Hin und wieder habe ich den Eindruck, dass ein Kind eher widerwillig beim Shownähen dabei ist. Wenn dann die Begleitperson Druck ausübt und versucht, das Kind dazu zu bringen sich zu beteiligen, ist mir das ziemlich unwohl. Aber das sind die Ausnahmen – meist spüre ich die Begeisterung der Kinder gut.

Du hast selber ein Kind im Kindergartenalter, empfindest du das als Vorteil?

Genau, meine Jüngste. Die Grossen waren damals, als ich einstieg, bereits aus dem Kindergartenalter raus. Dadurch, dass ich jetzt nochmal ein Chindsgi-Kind habe, erlebe ich diese ganze Chindsgi-Welt nochmal hautnah. Das ist schon gäbig für meine Arbeit hier.

Wie reagierst du, wenn du irgendwo unterwegs ein Kind mit cwirbelwind-Täschli siehst?

Da freue ich mich immer riesig, und ich muss an mich halten, um mich nicht gleich auf das Kind zu «stürzen». Ich habe das auch schon gemacht, als ich ein Kind aus einem Geschäft kommen sah mit nigelnagelneuem Täschli. Da bin ich auf es zu gegangen und habe ihm erzählt, dass ich solche Täschli nähe und vielleicht sogar genau dieses Täschli gemacht habe. Die Mutter fand das glaube ich witzig, das Kind war eher irritiert. Das mache ich deswegen nicht mehr. Aber sie springen mir schon immer sofort ins Auge, unsere Täschli, und mein Herz macht jedes Mal einen kleinen Hüpfer…

Alexandra hat erst kürzlich hier darüber berichtet, wie sie das Shownähen jeweils erlebt. Ihren Bericht findet ihr hier.

Alexandra berichtet, warum sie Shownähen so liebt

Alexandra beim Shownähen

Unsere Shownähen sind immer ganz besondere Erlebnisse. Wenn ein Kind dabei ist, wenn sein eigenes Täschli entsteht, und sogar selbst beim Nähen mithilft, ergeben sich immer wieder wunderschöne Momente. cwirbelwind-Mitarbeiterin Alexandra berichtet:

«Ich freue mich immer darauf, ein Täschli zusammen mit einem Kind nähen zu können.

Jedes Nähen ist anders, jedes Kind und jede Begleitperson. Am schönsten ist das Shownähen dann, wenn ich die Vorfreude beim Kind stark merke. Dies äussert sich zb. in kleinen Gesten wie Hände reiben, leuchtende Augen, allgemeines kribblig sein.

An den Samstagen sind oft Gotti-und Götti Ausflüge mit unserem Shownähen verbunden. Die Erwachsenen nehmen sich bewusst Zeit und machen den Besuch bei uns im Atelier zu einem sehr schönen Anlass.

Das Kind dort abholen, wo es grad steht

Für mich ist das Wichtigste, dass sich das Kind wohl fühlt, dass ich es dort „abholen kann“ wo es sich grad befindet, und ich individuell auf jedes Kind eingehen kann. Die meisten Kinder fühlen sich auf dem Königsstuhl wohl, einige brauchen den Halt vom Gotti, Götti, Eltern oder Grosseltern und sitzen auf deren Schoss. Meistens ist das Eis spätestens beim ersten Gaspedal-Drücken gebrochen, die Freude der Kinder kommt zum Ausdruck. Einige sind sehr vorsichtig, getrauen sich nicht richtig zu drücken, andere sind Draufgänger und Nähen voll drauf los. Selten möchte ein Kind nicht selber drücken, dann ist es besonders schön zu sehen, wenn die Begleitperson keinen Druck ausübt und keine zu erfüllenden Erwartungen da sind.

Ich rede viel mit den Kindern, beziehe sie ins Nähen ein und lache sehr gerne mit ihnen. So entsteht nicht selten eine sehr ausgelassene, vertraute Stimmung, in der sich das Kind voll aufs Entstehen der Tasche konzentrieren kann.

Jedes Kind ist anders

Es ist für die Kinder gar nicht so einfach, die fast unsichtbaren Fäden zu sehen und dann auch noch genau abzuschneiden! Einige arbeiten schon sehr genau und sind nicht zufrieden, wenn der Faden noch 2mm absteht, andere sind grosszügig beim Schneiden und sind schnell zufrieden, auch wenn noch ganz lange Fäden zu sehen sind. Grosse Unterschiede sind in der Feinmotorik zu sehen, ich frage mich oft wie das die Kindergärtnerin dann schafft, allen Kindern gerecht zu werden.

Unter meiner Anleitung können die Kinder rasch und sicher Gaspedal drücken, überlegen mit und möchten am liebsten gar nicht mehr aufhören zu nähen. Nach knapp einer Stunde konzentrierter Arbeit sind dann alle müde aber sehr zufrieden und gehen mit viel Stolz den wohlverdienten ersten Znüni beim Beck abholen. Die Kinder so nah zu erleben ist für mich ein grosses Privileg, es bereichert meine Arbeit sehr und belebt mich!»

Nachhaltigkeit bei cwirbelwind

Alle cwirbelwind-Produkte werden von Hand in der Schweiz hergestellt

Wer unseren Blog liest oder uns auf Instagram folgt, der hat es sicher schon mitbekommen: Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt uns, innerhalb wie ausserhalb unseres Ateliers.

Im letzten Jahr sind mehrere nachhaltige Produkte zu unserem Sortiment dazugestossen. In vielerlei Hinsicht sind allerdings all unsere Produkte nachhaltig:

Faire Produktion

Unsere Täschli und auch sämtliche anderen Produkte werden von A bis Z in unserem Atelier in Wiesendangen ZH von Hand hergestellt. Unsere Mitarbeiterinnen werden fair entlohnt und sind bewusst nicht nur saisonal angestellt (auch wenn das Arbeitspensum naturgemäss schwankt).

Massenproduktion gibt es bei uns nicht – wir halten unser Lager klein und fertigen nur an, was auch gekauft wird, so dass wir keine fertigen Produkte entsorgen. Auch mit Materialresten gehen wir sorgfältig um. Sie werden gesammelt und immer mal wieder Kindern zum Basteln zur Verfügung gestellt.

Die verwendeten Materialien werden allesamt in Europa hergestellt. Die Bänder werden in der Schweiz gewoben, die Klettverschlüsse, Schnallen und das Blachenmaterial beziehen wir von Schweizer Firmen.

Wermutstropfen aus Sicht der Nachhaltigkeit sind die Blachenstoffe aus Plastik.

Langlebig

Weil das Material so robust ist, und weil wir all unsere Produkte mit grösster Sorgfalt nähen, sind unsere Produkte ausgesprochen langlebig. Wir staunen immer wieder über Chindsgitäschli, die nach zwei Jahren Gebrauch zwar nicht mehr aussehen wie neu, aber noch bestens in Schuss sind. Deswegen bieten wir seit diesem Jahr die Möglichkeit, uns ausrangierte Täschli gegen ein kleines Entgeld zurückzugeben. Wir machen sie wieder fit und verkaufen sie für wenig Geld weiter. So erhalten die Täschli ein zweites Leben statt im Müll zu landen – und wir ermöglichen auch Kunden mit weniger gut gefülltem Portemonnaie ein cwirbelwind-Täschli.

Upcycling-Taschen

Dieses Jahr haben wir eine brandneue, nachhaltige Kollektion vorgestellt: Die Upcycling-Taschen, angefertigt aus ausgedienten Handtaschen. Wir lieben diese speziellen Taschen mit einem ganz eigenen Charme.

Znüni-Täschli

Unser neuestes Produkt für mehr Nachhaltigkeit sind Znüni-Säckli. Dank diesen praktischen Säcklis kann im Kindergartenalltag (und auch ausserhalb des Kindergartens überall, wo Kinder unterwegs sind) auf Plastiksäckli und Klarsichtfolie verzichtet werden.

Bald neu im Angebot: Upcycling-Malschürzen

Zur Zeit feilen wir an unserem neuen Upcycling-Produkt: Malschürzen aus alten Herrenhemden. Ein weiteres Produkt, mit welchem wir dazu beitragen wollen, Altes nicht einfach wegzuwerfen, sondern wieder zu verwerten. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Brandneu: cwirbelwind-Znünisäckli

Brandneu bei uns: Znüni-Säckli

Znüniböxli gibt es in den verschiedensten Varianten – von einfachen Boxen ohne Unterteilung bis zur ausgeklügelten Bentobox. Ich persönlich stand aber immer wieder vor dem selben Problem, ganz gleichgültig wie ausgeklügelt das Unterteilungssystem einer Box war: Die Krümel von Crackern, Sandwiches etc machten sich immer selbständig und sorgten für panierte Apfelschnitze, die meine Kinder dann nicht mehr essen wollten.

Aus Ärger darüber, dass Früchte meist unangetastet zurückkamen, begann ich, diese (oder wahlweise die Cracker) in Klarsichtfolie, Plastiksäckchen oder ähnliches einzupacken. Seit ich damit begonnen habe, im Alltag Plastik zu reduzieren, packte ich den Znüni stattdessen jeweils in mehrere kleinere Böxli ein. Eine unbefriedigende Lösung.

Dann entdeckte ich Bienenwachstücher. Zwei meiner Kinder mögen allerdings deren Geruch überhaupt nicht, und essen darin eingepackte Lebensmittel nur höchst ungern.

Die ideale Lösung für dieses Problem: Znünisäckli! Diese können super mit den Böxli kombiniert werden, brauchen wenig Platz, sind leicht – und meine Kinder finden sie schlicht auch richtig schön.

Die Säckli haben sogar ein Problem gelöst, dessen ich mir gar nicht so recht bewusst war: Meine Schulkinder essen in der Regel nur sehr wenig Znüni. Lange Zeit war mir nicht klar, weshalb – inzwischen weiss ich: Die Znüniböxli sind ihnen im Weg, wenn sie auf dem Pausenplatz spielen wollen. Dieses Problem haben sie mit den Säckli nicht mehr – sobald sie leer sind, können sie problemlos in die Jackentasche gesteckt werden. Unser Znüniverbrauch ist dadurch sprunghaft angestiegen!

Im kurzen Video unten stellt unsere Sybille euch die tollen neuen Säckli vor. Ihr findet sie ab sofort auf unserer Website: www.cwirbelwind.ch

Sybille stellt unsere neuen Znünisäckli vor


cwirbelwind beteiligt sich am Jugendprojekt LIFT

Für die nächsten Monate Teil der cwirbelwelt: Dilzar

cwirbelwind beteiligt sich schon zum zweiten Mal am Jugendprojekt LIFT, einem Integrations- und Präventionsprogramm für Jugendliche ab der 7. Klasse. Im Rahmen dieses Projektes bieten wir jeweils einem Jugendlichen mit erschwerter Ausgangslage ab der 7. Klasse einen Wochenarbeitsplatz. Einmal wöchentlich arbeitet der/die teilnehmende Jugendliche für 2 bis 3 Stunden im Atelier mit, erledigt einfache, praktische Arbeiten und erhält dafür einen kleinen Lohn.

Die Jugendlichen sollen so auf ihrem Weg in die Arbeitswelt vorbereitet und in ihrer Sozial- und Selbstkompetenz gefördert werden. Auf diese Weise möchte man ihnen dabei helfen, direkt nach der obligatorischen Schulzeit den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Letztlich soll das Projekt LIFT dazu beitragen, dass weniger Lehren abgebrochen werden. Dadurch wären weniger Jugendliche arbeitslos und somit weniger Menschen von der Sozialhilfe abhängig.

Wir finden dieses Projekt, für das wir mit der Sekundarschule Wiesendangen zusammenarbeiten, eine gute und sinnvolle Sache und beteiligen uns gerne daran.

Mit unserem aktuellen «Schützling» Dilzar sind wir richtig glücklich, sie ist hochmotiviert und unterstützt uns tatkräftig. Sie bereitet alles für den Täschlitag vor, ist aktiv mit dabei, hilft Motive und Stoffe zuzuschneiden oder füllt das Lager auf. Mit so einem jungen Menschen macht das Projekt natürlich besonders Freude.

Schön, bist du die nächsten Monate Teil unserer cwirbelwelt, Dilzar!

Saisonbeginn – Was, wenn Sorgen aufkommen?

„Alle Jahre wieder“, vielleicht kennst du dieses Weihnachtslied. Es war das Lieblingslied meines Vaters und es kommt mir nicht nur an Weihnachten in den Sinn, sondern auch zu Beginn jeder cwirbelwind-Saison. Das Lager ist voll, die Taschen für die Läden sind genäht, die Bestellungen sind noch nicht im Haus, die Näherinnen möchten Arbeit und das Kässeli ist ziemlich leer.

Was braucht es da als Geschäftsführerin? Wie komme ich mit dem Druck klar? Wie gehe ich persönlich damit um?

Loslassen

Der Druck, genug einnehmen zu müssen, um die Arbeitsplätze meiner Angestellten zu sichern, ist da. Und jedes Jahr, wenn die Saison noch nicht richtig in Schwung gekommen ist, ist er besonders gross. Dann gilt es, loszulassen und gleichzeitig anzupacken. Es ist eine grosse Kunst, relevante Entscheidungen zu treffen, Ideen anzupacken, sie umzusetzen und sie gleichzeitig wieder loszulassen.

Danken

Wenn Sorgen aufkommen, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, für das, was in den letzten Jahren war, zu danken. Ich danke auch im Voraus für all das, was mal sein wird. Und vor allem – und jetzt kommst du als Leser oder Leserin dazu – für jede einzelne Bestellung zu danken. Danke für diese Bestellung und danke für den Menschen dahinter und für das Kind.
Danken hilft vor Wanken. Probier`s mal.

Vertrauen

Ein grosses Wort. Und doch, es bleibt mir zu vertrauen, ins Produkt, in meine Intuition für die nächsten Schritte und schlussendlich in etwas Göttliches, indem sich Türen öffnen.

Wenn ich mich um mich selber drehe, wird meine Welt klein und mein Blick schmal. Auch ich als überaus positiver Mensch bin nicht davor gefeit, dem Negativen zu viel Raum zu lassen. Ich kann mich aber entscheiden, wie ich meine Gedanken lenke und womit ich meine Gedanken nähre. Das ist nicht immer ganz einfach und es ist oft eine Entscheidungs- und Übungssache. Nicht immer zwar, denn gewisse Dinge nehmen einfach ihren Lauf, ohne dass man viel machen kann. Packen wir an, was wir anpacken können und lassen wir los, was loszulassen ist, empfangen wir das, was für uns bereit steht.

cwirbelwind ist meine Lebensschule.

Claudia: „Ich stelle mir immer vor, wer wohl das Täschli tragen wird!“

Claudia mit ein paar Täschlis aus ihrer eigenen Kollektion, den „Claudinas“

Wer näht eigentlich all die tollen Kindergartentaschen, Rucksäcke und so weiter? In den nächsten Wochen stellen wir hier alle cwirbelwind-Mitarbeiterinnen vor. Den Auftakt macht Claudia. Sie hat für cwirbelwind ihre eigene Kollektion entworfen, die «Claudinas».

Claudia, wie kamst du zu cwirbelwind?

Ich bin schon lange dabei – ich glaube, etwa seit 2006. Damals hatte Caterina so viele Aufträge, dass sie dringend Hilfe beim Nähen benötigte. Jemand hat ihr erzählt, ich sei Schneiderin. Da kam sie eines Tages einfach und hat an meiner Tür geklingelt. Wir waren zwar Nachbarinnen, hatten uns aber noch nie gesehen! Und da stand sie plötzlich vor mir und fragte mich, ob ich für sie arbeiten wolle. Erst war ich skeptisch. Ich arbeitete gerne mit Seide – ein ganz anderes Material als die Blachenstoffe, die cwirbelwind verwendet. Aber ich war einverstanden, es einfach mal zu probieren. Und schnell war klar: Das ist mein Ding! Inzwischen arbeite ich lieber mit Blachenstoffen als mit Seide.

Du nähst alle Täschli von dir zu Hause aus…

Ja, das ist super für mich. So kann ich zugleich das Telefon für die Firma meines Mannes hüten. Ich habe mir zu Hause ein ganzes Atelier eingerichtet. Das geht natürlich vor allem deswegen gut, weil ich im gleichen Dorf wohne.

Wie kam es zu deiner eigenen «Claudinas»-Kollektion?

Ich habe immer wieder Motive für cwirbelwind kreiert. Caterina meinte dann irgendwann: «Deine Motive sind einfach anders als unsere anderen – lass uns doch eine eigene Kollektion daraus machen.» Erst wollte ich das nicht, ich mag mich nicht in den Vordergrund drängen. Aber ich gebe zu, ich habe schon Freude an meiner eigenen Kollektion. Ich bin auch immer auf der Suche nach neuen Motiven, frage zum Beispiel Kinder was ihnen gefällt oder recherchiere im Internet, was es sonst so gibt. Und dann probiere ich stundenlang aus, welche Motive funktionieren. Dafür kann ich mich total begeistern!

Wie ist das für dich, wenn du ein Kind mit einem cwirbelwind-Täschli siehst?

Oh… das liebe ich! Da werde ich ganz aufgeregt! Wenn ich zum Beispiel irgendwo in Bern unterwegs bin und sehe da ein Kind mit cwirbelwind-Täschli, da freue ich mich riesig drüber. Ich frage mich dann immer: «Habe das wohl ich genäht?».

Wenn ich Täschli nähe, stelle ich mir auch immer vor, welches Kind wohl mal mit diesem Täschli in den Chindsgi geht. Wird es ihm gefallen im Chindsgi, was erlebt es dort wohl? Ich freue mich so, dass ich Produkte für Kinder herstellen darf.

Die Kollektion von Claudia, die Claudinas, findet ihr hier auf der cwirbelwind-Webseite.

„Geht das mit cwirbelwind überhaupt auf?“

Caterina Weber – nach wie vor leidenschaftlich gern cwirbelwind-Chefin

In der Rubrik @Caterina berichtet cwirbelwind-Gründerin und Inhaberin Caterina Weber über alles Mögliche, was ihr am Herzen liegt. Heute zur Frage, ob sie von cwirbelwind überhaupt leben kann.

„Kannst du überhaupt von cwirbelwind leben?“ Das werde ich oft gefragt.

Was für eine schwierige Frage. Was heisst denn schon „leben können“? Für die einen bedeutet es, als CEO und CFO ein fettes Auto zu fahren oder sich andere Prestigedinge leisten zu können. Und ja, ich arbeite viel und trage Verantwortung und ich möchte auch etwas verdienen. Aber wie viel soll es denn sein?

Diese Frage kannst du als Selbständige nur vor dem Spiegel klären. „Was ist deine Arbeit wert?“, habe ich mich mal gefragt. Du könntest unterrichten und hättest einen guten Lohn, und zwar unabhängig davon, wie gut du deinen Job machen würdest. Was brauchst du, um die Achtung vor dir zu behalten? Welchen Stellenwert hat das Geld?

cwirbelwind funktioniert gut

Ich habe diese Frage für mich beantwortet. Und gemessen an diesem persönlichen Massstab kann ich sagen: cwirbelwind funktioniert gut. Ich verdiene die Summe, die ich für mich selbst als angemessen definiert habe, und kann meinen Mitarbeiterinnen einen fairen Lohn auszahlen.

Das cwirbelwind erfolgreich wurde, hat wohl verschiedene Gründe: Zunächst  war die Idee gut, mich auf etwas zu fokussieren, und ich habe mich leidenschaftlich mit Kindermotiven auseinander gesetzt. Dazu kommt, dass ich einfach super liebe Menschen um mich herum habe. Als erstes sind es meine treuen Näherinnen, die im Sommer mehr arbeiten als im Winter, dann unsere begabten Freunde, die ihre Begabung zur Verfügung stellen, und natürlich mein unterstützender Mann. Es ist auch wichtig, dass ich sorgfältig mit dem Geld umgehe, nicht zu viel ausgebe und auch das Lager klein halte. Dass wir auf Bestellung arbeiten ist auch ein Erfolgsgeheimnis.

Die Kunst ist das Mass

Die Kunst ist wohl, wie bei so vielem, das Mass. Von nichts zu viel und auch nicht zu wenig, sei es materiell oder bei nichtmateriellen Dingen.

Mut aber kein Übermut, Bescheidenheit aber kein Kleinmachen, Selbstbewusstsein aber keine Selbstüberschätzung, Grosszügigkeit aber kein Verschwenden, Engagement aber keine Aufopferung. Und schlussendlich ist es ein Geschenk, ob man/frau Erfolg hat. Wir können so Vieles selber machen, uns einsetzen und eine gute Idee haben, aber am Ende bleibt das Göttliche, was den Rest dazu tut. Immer.